Hacker- und Makerspace

Motivation

Wir leben in einer technisierten Gesellschaft in einem digitalen Zeitalter. Das Rad der technischen Entwicklung dreht sich immer schneller. In immer kürzeren Abständen stehen Lösungen bereit. Immer Besseres wird kurzfristig angekündigt und man ist schnell verführt zu glauben, dass “Selbermachen” sich nicht mehr lohnt. Es ist zu schwierig, das gibt es schon alles, es ist preiswerter fertig zu kaufen – man findet schnell einen Grund nur ein Konsument zu bleiben.

Doch noch nie standen uns so viele Hilfsmittel wie Computer, Software und elektronische Bauelemente so leistungsfähig, preiswert und erschwinglich zur Verfügung. Hinzu kommt ein riesiger, kostenloser Fundus von meist aktuellen Bauteilen, welche wir in ausgedienten elektronischen Geräten finden können. Dazu noch die riesige Wissensbasis Internet und die Teilnahme an nationalen und internationalen Communities. Weiter eröffnet uns die direkte Nutzung der “Infrastruktur Internet” nie geahnte Möglichkeiten.

Hackern und Makern wie uns geht es um Freude an “High-Tech”: Hard- und Software, Computer und Mikrocontroller, Elektronik und Bauelemente und alles, was man damit und daraus machen kann.

Wir sind neugierig, wir wollen lernen, kreativ sein und unser Wissen weitergeben. Es bedeutet uns viel, die Auswirkungen des schnellen Wandels der Technologien zu verstehen und zu diskutieren, die Effekte zu erklären und vor möglichen Gefahren zu warnen.

Der reflektierte Umgang mit der technisierten Welt entsteht bei uns im Zuge der spielerischen und kreativen Auseinandersetzung mit konkreten Projekten. Die Medien- und Technikkompetenz fördern wir nicht nur vereinsintern, sondern auch durch öffentliche Vorträge und Kooperationen mit Bildungseinrichtungen.

Wer wir sind

Noch sind wir eine kleinere Gruppe von ca. 40 sehr engagierten Vereinsmitgliedern, die gerade die Hürden der Vereinseintragung als gemeinnütziger Verein überwunden haben.

Die Gruppe wächst stetig und wir kommen unserem Traum eines eigenen Hacker- und Makerspace immer näher.

Dies wird dann ein Treffpunkt für wissbegierige, technikbegeisterte Selbermacher, kreative Tüftler, Techniker, Ingenieure und Forscher, für originelle Gestalter, Säger, Bohrer, Ätzer, Löter und Bastler - also Nerds, Freaks, Hacker und Maker wie wir, die über Technik noch staunen können, sie nicht nur nutzen, sondern auch selbst gestalten, die Freude am Lernen, Verstehen, Verwirklichen und Teilen haben.

Wir möchten mit unseren zukünftigen Vereinsräumen eine Plattform für eine bessere Integration neuer Informations- und Kommunikationsmedien schaffen. Kunst und Kultur sowie (Fort-)Bildung werden hier gefördert und in einzelnen Projekten von engagierten Mitgliedern und Freunden des Vereins eigenverantwortlich umgesetzt.

Die Vereinsziele werden durch regelmäßige öffentliche Treffen, Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitskreise und auch praktische Workshops zur Förderung des schöpferisch-kritischen Umgangs mit Technologie verwirklicht. Wir verstehen uns als Kommunikationsplattform, Treffpunkt und Werkstatt für alle technisch interessierten Menschen.

Darüber hinaus wollen wir die neuen Vereinsräume nutzen, um ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm zum Umgang mit neuen Medien zu etablieren: dazu gehören die Bereiche “Kommunikation/Netzwerke”, “Grafik/Audio”, “Programmierung/Betriebsysteme”, “Datenrecht/Datenschutz/Copyright” sowie verschiedene Themen rund um Hard- und Software. Natürlich sollen hier eigene Projekte und eine umfangreiche Jugendförderung nicht zu kurz kommen.

Neben den neuen Medien sind der handwerkliche Bereich, sowie die modernen Fertigungsverfahren in unserem Verein fest verankert. Typische Geräte sind 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Maschinen, Pressen zum Tiefziehen oder Fräsen. Neben dem Bereich “Medien” streben wir einen starken Bereich “FabLab” an, womit wir unserem Titel “Hacker- und Makerspace” gerecht werden. FabLabs können den Zugang zu Produktionstechnologien und Produktionswissen auch dort ermöglichen, wo dies aus Gründen von Bildung, Alter, Wohlstand oder Region eher schwierig ist. Sie vermitteln technisches Know-how für unterschiedliche Zielgruppen und tragen so zu einer Erhöhung der Bildungsgerechtigkeit bei. FabLabs machen verschiedene Produktionstechnologien für kleine Arbeitsgruppen oder Einzelpersonen verfügbar, ähnlich wie der Personalcomputer seit den 1970er Jahren elektronische Informationsverarbeitung oder ab 1985 Desktop-Publishing für viele Menschen ermöglichte.

Durch das Zusammenspiel zwischen den Bereichen “Hackerspace” (neue Medien) und “Makerspace/FabLab” (Fabrikation) wird eine Möglichkeit für unterschiedlichste Projekte geschaffen.

Auch ohne eigene Räume veranstaltet haxko e.V. bereits regelmäßige Treffen, Vorträge und nimmt an Veranstaltungen in der Region teil, wie z.B. an der “Nacht der Technik” der Handwerkskammer Koblenz.

Im deutschsprachigen Raum gibt es in vielen Städten bereits derartige Vereinsräume, die eine Basis für Wissenvermittlung und kreativen Umgang mit Technik schaffen. Dies sind neben Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Wien und Zürich auch viele andere Orte. Kürzlich wurde ein Hackerspace “Westwoodlabs” in Ransbach-Baumbach eröffnet.